yummy friday

Yummy Friday: Tomatige Vorsätze

Nüchtern betrachtet, sind viele der guten Vorsätze, die wir in der Silvesternacht geschmiedet haben, sagen wir mal: ein bisschen zu hoch gegriffen. „Täglich Sport“, „nur noch roh-vegan essen“, „jeden Cent fünfmal umdrehen“, „nur noch recycelte Bio-Klamotte kaufen“. Paaah! Wollen wir mal nicht übertreiben. Denn wer auf dieser Jahresziel-Leiter so weit nach oben klettert, kann auch tief in den Enttäuschungskeller fallen, ne?

Kleine Schritte, kleine Erfolge ist auch das Motto für den heutigen Yummy Friday. Der besteht nämlich aus einer ehrlichen, köstlichen, leichten und gesunden Tomatensuppe mit umweltbewusstem Twist. Denn wir essen nicht nur das, was wir aus den Sonnenfrüchten quetschen. Die Tomatenreste eignen sich für eine leckere Zweitverwertung.


 Das braucht ihr:
8 große Tomaten
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Packung passierte Tomaten
Ingwer
Thymian
Chilisauce/Tabasco
Salz, Pfeffer, Zucker
Etwas Schmand

Und so wird’s gemacht:
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer kleinschneiden und in einem großen Topf mit etwas Olivenöl anbraten. Dann die Tomaten schneiden, ruhig etwas gröber, und sie dann in den Topf zu den Zwiebeln geben. Kurz bei mittlerer Hitze anbraten, dann die passierten Tomaten und einen Thymianzweig hinzugeben und alles auf niedriger Stufe etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Anschließend mit Salz, Zucker, Pfeffer, Chilisoße oder Tabasco würzen. Noch ein bisschen köcheln lassen, dann den Topfinhalt durch ein Sieb in einen anderen Topf passieren. Dafür die Suppe kellerweise in das Sieb schütten und mit einem Kochlöffel durchdrücken. Was im Sieb hängenbleibt, in eine Schüssel geben.
Die Tomatensuppe ist fertig und kann in tiefen Tellern und mit einem Klecks Schmand serviert werden.
Die ausgepressten Tomaten aufheben, denn damit lassen sich herzhafte Bruschetta zubereiten. Dafür einfach Weißbrot in zweifingerdicke Scheiben schneiden, auf ein Blech mit Backpapier legen, mit Olivenöl beträufeln und die Überbleibsel der Suppe darauf verteilen. Wer will kann noch etwas Käse darüber streuen. Die Bruschetta 15 bis 20 Minuten bei 150 Grad im Ofen backen. Mit Salz und Pfeffer würzen und genießen!

  

Yummy Friday: Schwarzbiergulasch

Wenn schon kein richtiges Weihnachtswetter, dann wenigstens so tun, als wär’s kalt. Deshalb kochen wir ein Süppchen, das uns auch bei -15 Grad Außentemperatur ins Schwitzen bringen würde: Gulasch mit Schwarzbier und weißen Bohnen.

Und das brauchst du:
400 g Rindergulasch
1 rote Paprika
1 Möhre
1 Chilischote
1 Zwiebel
2 Knobi-Zehen
250g Rinderhack
Tomatenmark
Zucker
1/2 Flasche Schwarzbier
1 Dose weiße Bohnen
1 Dose Tomaten
Glatte Petersilie, Salz, Pfeffer, Öl

 

So wird’s gemacht:
Gulaschwürfel noch einmal durchschneiden, Paprika klein hacken, Möhre schälen und würfeln, Chilischote aufschneiden, entkernen und ebenfalls in kleine Stücke hacken. Auch die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden. Dann das Gulasch in etwas Öl anbrüllen, Hack hinzugeben, Paprika, Möhre, Chili, Zwiebel und Knobi anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Tomatenmark würzen. Dann das Schwarzbier hinzugeben und alles mit den Tomaten ablöschen. Das ganze etwa eine Stunde mit geschlossenem Deckel kochen lassen. Zuletzt die weißen Bohnen abspülen  und in das Gulasch geben und die Petersilie gehackt über den angerichteten Teller streuen. Dazu passt Brot in allen Variationen.

hmm… das wärmt von innen!

 

 

Yummy Friday: Mulled Haig

Ach, manchmal gibt es einfach so Tage, an denen eine heiße Tasse Tee her muss. Und dann gibt es Tage, da reicht kein Tee. Da müssen härtere Geschütze aufgefahren werden. Sowas wie Glühwein. Nein, noch härter. Glühwhiskey…

Und das braucht ihr pro Tasse:
40 ml Haig Club oder anderen Single Malt
1 Nelke
15 ml Zitronensaft
10 ml Zuckersirup
5 ml Crème de Cassis
20 ml Portwein
100 ml heißes Wasser

Und so wird’s gemacht:
Alle Zutaten in einen Cocktailmixer geben und durchschütteln und in eine Tasse schütten. Mit kochendem Wasser aufgießen und genießen.

 

Yummy Friday: Asia-Hotdogs

Möbel shoppen beim Schwedenkaufhaus ist nicht perfekt, solange danach kein Ein-Euro-Würstchen mit Röstzwiebeln in den Magen wandert. Doch es lohnt sich, Hotdogs auch mal zu Hause auszuprobieren. Da kann dann der klassische Belag auch mit ausgefallenen Zutaten ergänzt oder ausgetauscht werden. So auch bei dieser Variante: Asia-Hotdogs.

Ein leckeres, einfaches und ausgefallenes Gericht – Vor allem, wenn’s für mehrere Leute reichen soll. So wie am Geburtstag meines Freundes. Die Verwandten hatten sich zu verschiedenen Uhrzeiten angemeldet: mittags, nachmittags, abends. Also musste etwas her, bei dem sich einer nach dem anderen bedienen konnte.

Die Inspiration zur etwas anderen Wurst im Brot kam beim Zeitschriften-Wälzen: In der Mutti fand sich dann die fantastische Kombination mit Wasabi-Erdnüssen, Chili-Limetten-Majo und Koriander. Gelesen, getan.

Und das braucht für die Tohuwaboho-Version:

1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
5 EL Salatmayonnaise
Saft von 1 Limette
Salz u. Pfeffer
6-8 Stiele Koriander
75g Wasabi-Erdnüsse
4 Hotdog-Würstchen
4 Hotdog-Brötchen
Saure Gurken od. Gurkensalat

  
Und so wird’s gemacht:

Für die Mayonnaise die Chilischote entkernen und fein hacken. Auch die Knoblauchzehe in kleine Stücke schneiden. Beides mit dem Saft einer Limette und der Mayonnaise verrühren und in eine Schale geben. Koriander waschen und zupfen, Wasabi-Erdnüsse grob hacken. Beides jeweils in eine Schüssel geben. Ebenso den Gurkensalat. Wasser aufsetzen, Würstchen rein, aber nicht kochen, sondern nur ziehen lassen. Brötchen aufschneiden.
Wenn die Würstchen warm sind, ins Brötchen legen und beliebig belegen. Frischer Koriander und crunchy Nüsse. hmmm… das ist Yummy!

Yummy Friday: Muscheltopf

In allen Monaten mit „R“ist Miesmuschel-Zeit, also auch im Oktober!  Die Meeresfrüchte mögen es, im Kochtopf zu schwimmen. Deswegen bereitet man sie am besten
mit viel Sauce zu. Diese Variante ist mit Weißwein und Tomaten. Dazu eine ordentliche Portion Knoblauch und Chili. Mit Spaghetti wird’s ein tolles Abendessen!

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Das braucht ihr:
Miesmuscheln
1 Dose Tomaten
1/2 Liter Weißwein
Suppengrün
2 Zehen Knoblauch
Chili, Salz, Pfeffer
500g
Spaghetti

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Und so wird’s gemacht:
Zunächst das Suppengrün klein schneiden und in einem großen Topf anbraten. Knoblauch dazu. Wenn alles etwas braun ist, mit Weißwein ablöschen und den Alkohol verkochen lassen.  Dann die Tomaten dazu geben und den Sud mit Chili, Salz und Pfeffer würzen. Die Muscheln in einem Sieb abspülen und Wasser mit viel Salz für die Nudeln aufstellen.  Anschließend diese Miesmuscheln in den Topf geben und den Deckel schließen.  Parallel die Pasta kochen.  Die Muscheln sind dann fertig,  wenn sie aufgegangen sind. Spaghetti abseihen und zu den Muscheln geben. Alles zusammen auf einem tiefen Teller servieren. 

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Yummy Friday: Quinoa-Newbie

In einem Land voller Reformhäuser und Kochblogs gibt es ein Mädchen, dass noch nie Quinoa gekocht hat. Selbst ein Foodie schämte es sich, das zuzugeben und änderte es. Sie versuchte sich an einem Salat, das winzige Urkorn sollte noch keine Hauptrolle übernehmen. Granatapfelkerne und ein fruchtiges Maracuja-Dressing sollten das Gericht retten, falls etwas schief läuft. Doch eigentlich wurde es ziemlich gut.

Das braucht ihr für den Quinta-Feldsalat:
1 Tasse Quinoa
250g Feldsalat
1 Granatapfel
1 Maracuja
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Öl
Zucker
Essig
Salz
Senf

Und so geht’s:
Quinoa waschen und mit doppelt so viel Wasser und etwas Salz zum Kochen bringen. Das Urkorn braucht etwa 20 Minuten oder so lange kochen lassen, bis das Wasser verdampft ist. in der Zeit den Feldsalat waschen, den Granatapfel entkernen (Achtung: Sauerei!) und das Dressing mischen. Dazu Zwiebeln schneiden, Kenobi reiben, Maracuja aushöhlen und mit Zucker, Salz, Senf, Öl und Essig vermengen. Dazu kann man zum Beispiel eine alte true-fruits-Smoothie-Flasche benutzen: alle Zutaten rein, Deckel drauf, schütteln!

Der Salat schmeckt nicht nur ultra-famos, er ist auch noch lieb zu Tieren, weil total vegan!

Yummy Friday: Kürbis-Süßkartoffel-Suppe mit fritierten Frühlingszwiebeln

Auch wenn ich es mir lange nicht eingestehen wollte: der Herbst ist so gut wie da. Dazu habe ich mich gestern ganz offiziell mit meiner ersten Kürbissuppe des Jahres bekannt. Und wie ihr sicher wisst, Kürbis und die Suppe daraus sind so wandelbar, wie ein Laufsteg-Model. Aus den „fifty shades of orange“ habe ich mir ein mit Süßkartoffeln gepimptes Rezept ausgesucht – mit crunchy Topping.

Das braucht ihr:
1 Hokkaido-Kürbis
1 große Zwiebel
3 Süßkartoffeln
2 rote Lauchzwiebeln
Ingwer
Sahne
Öl
Gemüsebrühe
Zucker, Salz, Chili, Muskatnuss

Und so wird’s gemacht:
Zuerst Zwiebeln hacken (kann ruhig etwas gröber sein, denn wird eh alles püriert) und in einem großen Topf mit ein paar Tropfen Öl anbraten. Die Zwiebeln mit etwas Zucker bestreuen, sodass sie karamelisieren. Auch den Kürbis in gleich große Stücke hacken (Hokkaido kann man mit Schale essen) und anbraten. Dann die Süßkartoffeln schälen, hacken und mit dem Ingwer in den Topf geben. Bei offenem Deckel alles ein paar Minuten brutzeln lassen. Anschließend das Gemüse mit Brühe übergießen bis alles bedeckt ist. Dann heißt es „Deckel drauf“ und warten. Wenn die Süßkartoffeln und der Kürbis weich geworden sind, werden sie püriert. Die Suppe noch mit Muskatnuss, Salz und Chili abschmecken und wer will gibt noch etwas Sahne hinzu.
Für die fritierten Frühlingszwiebeln eine Pfanne mit einem daumenbreit Öl darin auf den Herd stellen. Bei hoher Temperatur das Öl erhitzen. Wenn es heiß ist, die in feine streifen geschnittene Zwiebel hinzugeben und so lange frittieren, bis sie knusprig geworden ist. In einer Schüssel dann Suppe anrichten und etwas von den Zwiebeln obendrauf geben. Fertig ist das Herbstbekenntnis!

Und noch eine kleine Randnotiz aus der Kategorie: wusstet ihrs schon?
Da ich im September Geburtstag habe, hat meine Mutter mir zu jedem Ehrentag einen Kürbis ausgehölt und ein Gesicht rein geschnitzt. Aus dem Kürbisfleisch hat sie dann eine riesige Kürbissuppe gemacht und zwar zu jedem Geburstag eine andere: französich, italienisch, asiatisch, norddeutsch… Kürbissuppe kann alles sein, was sie will. 🙂

Yummy Friday: Café Frappé

Als alter Kaffee-Junkie muss ich gestehen: Das ist nicht meine Jahreszeit! Das Wetter ist viel zu warm, um sich morgens, mittags, nachmittags ’nen heißen Braunen in den Rachen zu kippen. Instant-Schwitzen ist die Folge und das tue ich ja eh schon die ganze Zeit!
Aber hier wird nicht gemeckert, sondern nach Lösungen gesucht und die liegt in Offenbach so nahe…
Frappé heißt das Zauberwort und damit meine ich nicht das Zeugs von der amerikanischen Kaffee-Kette, sondern das kalte, herrlich erfrischende Nationalgetränk Griechenlands. Frappé wird aus bloß vier Komponenten gemacht: löslicher Kaffe, Milch, Zucker, Eiswürfel.
Und warum Offenbach: Weil es hier proportional die meisten Griechen in Deutschland gibt und damit auch unzählige Cafés und Restaurants aus good old Hellas.
Allein auf dem Weg von der S-Bahnstation Marktplatz bis zum Wilhelmsplatz (quer durchs Salzgässchen) könnte ich drei Frappés in drei verschiedenen Cafés trinken. Könnte… Ha! Und das Beste: Frappé ist im Vergleich zu all den Tripple-double-soja-Machiattos echt günstig. Für 2,50 € zu haben das Ding. Außerdem gibt’s das lösliche Instant-Kaffe-Pulver in jedem griechischen Supermarkt zum zu Hause selber machen.
So geht das Rezept:
½ TL löslicher Kaffee
1½ TL Zucker
2–3 Eiswürfel
Milch oder Wasser nach Geschmack
Apropos Salzgässchen: Vor ein paar Wochen hat dort eine griechische Konditorei eröffnet. Dort gibt’s nicht nur Frappé und Eis, sondern auch die zuckersüßesten Back-Kreationen. Zum kleinen Preis. Also hin da! Frappé trinken, Süßkram essen, Hosenknopf aufmachen! WE LIKE!

(Fotos via Pinterest)

Yummy Friday: Gin Dudel

Die ganze Woche lang mussten wir im Büro schwitzen. Da ist die Sehnsucht nach dem Wochenende ins Unermessliche gestiegen. Ebenso die Lust auf einen kühlen Drink in einer tropischen Sommernacht. Doch welches Getränk wählen wir? Rassischen Sangria aus Spanien, fancy Cosmopolitans aus New York? Nein, wir probieren regionales Neuland und mischen unseren geliebten Gin mit Lemonäääd from Austria!
Richtig gelesen: wir wünschen uns mit einem guten Schuss Almdudler nicht nur auf den nächsten Gletscher, sondern auch eine niemals endende Cocktail-Quelle. Der Rosmarinsirup gibt dem Drink das würzige Etwas, Prost!


Das braucht ihr:

Gin
Almdudler
Wasser
Zucker
Zitronen/Limetten
Rosmarinzweige
Basilikumblätter
Eiswürfel

Und so wird’s gemacht:

Für den Rosmarinsirup Zuckern und Wasser im Verhältnis von 1:2 aufkochen, die Kräuterzweige hinzugeben. Alles einköcheln lassen, bis eine zähe Flüssigkeit entsteht. Den Sirup zum abkühlen in den Kühlschrank stellen. Als nächstes Zitronensaft/ Limettensaft in das Glas geben, ebenso 4cl Gin, Eiswürfel, Basilikum und ein Esslöffel Sirup. Das Glas mit Allmutter aufgießen: Fertig ist der Gin Dudel, WE LIKE!

Yummy Friday: Hessisch Caprese

Dieser Beitrag ist ein Plädoyer für mehr Gerechtigkeit. Handkäs wird viel zu oft missverstanden, unterschätzt und bisweilen auch gemobbt! „Du Stinker“, heißt es dann oder „is gar nicht meins“. Klar Geschmäcker sind verschieden aber das ist auch der Handkäs.
Und mein neuestes Küchen-Experiment beweist: Der gute alte Harzer Roller kann sogar italienisch. Jawoll! Hessisch Caprese ist sozusagen eine Hommage an das Rhein-Main-Gebiet und die vielen Italiener, die hier schon so lange leben. Wenn das Gericht sprechen könnte, würde es wahrscheinlich diesen unübertrefflichen hessisch-italienischen Dialekt haben: „De Handkäs nixe stinge! De Handkäse ise tutto bene!“


Das braucht ihr für Hessisch Caprese:
4 Handkäs
2 große Tomaten oder 5-6 Cocktailtomaten
1 Zwiebel (rot)
Olivenöl
Essig
Prisen: Salz/Pfeffer
Basilikumblätter und frischen Oregano

So wird’s gemacht:
Handkäse schon einen Tag vor Verzehr einlegen. Dazu Öl, Essig, Salz, Pfeffer und Zwiebel in eine (verschließbare!) Schüssel geben und die Käse-Klöpse hineingleiten lassen. Dicht verpackt in den Kühlschrank. Kurz vor dem Anrichten Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Am besten die Größe der Tomaten an die Größe des Handkäs anpassen (bei kleinem Käse kleine Tomaten und andersrum). Dann die Scheiben auf einem Teller anrichten, Handkäs draufsetzen, alles mit der Musik (also der Vinaigrette) und frischem Basilikum und Oregano garnieren. Dazu passt Brot und ein kaltes Schöppsche! We Like!